Liberales Kulturforum Niederelbe e.V.

 


"Denn die Kunst ist eine Tochter der Freiheit, und von der Notwendigkeit der Geister, nicht von der Notdurft der Materie will sie ihre Vorschrift empfangen."


(Friedrich Schiller, Zweiter Brief über die ästhetische Erziehung des Menschen, 1795)



Im diskutieren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aktuelle Herausforderungen für die Kulturpolitik: 


  • Die Kultur ist im Mittelpunkt des Wandels der Gesellschaft hin zur Wissenschaftsgesellschaft.
  • Liberale fordern eine umfassende humanistische Bildung zu denen ebenso eine musikalischen und künstlerische Bildung und Erziehung gehört, wie auch Bildung von Fachkompetenzen und Sozialkompetenzen.
  • Liberale fördern und fordern den umfassend gebildeten, mündigen Staatsbürger.
  • Kultur ist aber auch ein Instrument von Wirtschaft und Öffentlichkeit.
  • Kultur hat einen Nutzen für die Unternehmen. Daher gehören Wirtschaftspolitik und Kulturpolitik im liberalen Verständnis zusammen.
  • Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor – insbesondere für den Standort Stade. Wollen wir die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben,
    brauchen wir im Landkreis Stade auch kulturelle Angebote für die hier lebenden und arbeitenden Menschen.

Wir wollen im Rahmen des "Liberalen Kulturforums Niederelbe e.V." Politik und Kultur zusammenbringen und auch eigene Kulturangebote durchführen. Es wird daher folgende Angebote geben:


  1. Kulturpolitischer Brunch zur Begegnung von Politik und Kultur mit Referenten aus der Politik und regionalen Künstlern
  2. Liberale Kulturabende, Musik, Lesungen etc.
  3. Kulturpolitischer Stadtrundgang ( z.B.  über das Projekt „Passio der Freiheit“ )
  4. Veranstaltung "Lebenskultur" – Kochen und mehr
  5. Philosophischer Zirkel

Das "Liberale Kulturforum Niederelbe e.V:" wird mit einem Kulturpolitischen Gespräch zum Thema "Freiheit und Kultur- wie viel Freiheit braucht Kultur- wie viel Kultur braucht Freiheit" mit Politikern  und regionalen Künstlern starten. Eine weitere Veranstaltung wird die kulturpolitische Rallye durch Stade sein.


Im Philosophischen Zirkel werden die Klassiker der Aufklärung und des Liberalismus bei einem schönen Glas Wein diskutiert.


Ansprechpartner ist Martin Hollmichel


 



 

 


10.08.2009 - Stolpersteine in Stade

 


Das Liberale Kulturforum Niederelbe e.V. unterstützt die Stolpersteine zum Gedenken an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft in Stade. „Die Stolpersteine sind eine sinnvolle Ergänzung des öffentlichen Gedenkens an die Opfer der Nazi-Barbarei in Stade „ so der Vorsitzende des Liberalen Kulturforums Thomas Schalski-Seehann „ die Opfer bekommen ein Gesicht und einen Namen und werden dadurch insbesondere für die junge Generation fassbar und die Diktatur wird nicht abstrakt aus dem Geschichtsbuch wahrgenommen.“


Gleichzeitig beklagt das Liberale Kulturforum e.V., wie die Diskussion in Stade geführt wird. Eine offene Diskussion über das für und wider im gegenseitigen Respekt wäre hanseatisch gewesen. Die ritualisierte rechts-links Debatte gehört unserer Meinung nach der Vergangenheit an, eine solche spricht die Bürger nicht mehr an. Aber die Stader Bürger müssen mitgenommen werden, sonst verkommt ein solches Gedenk zur Ritualen wie in der DDR.


Stade hängt mit dieser Diskussion über mehr als Jahre hinter der Hansestadt Hamburg hinter her. In Hamburg werden gerade im jüdischen Grindelviertel die Stolpersteine mit einer Vielzahl von Veranstaltungen in das kulturelle Leben des Campus der Universität und das dortige kulturelle Leben eingebunden. Es gibt Alternative Stadtrundfahrten zu den Stätten der Verbrechen, die die Stolpersteine mit ein beziehen. So etwas brauchen wir auch in Stade!


In Stade fehlt eine ideologiefreie Debatte über den Umgang mit der dunklen Phase der Stader Vergangenheit. Es fehlt insbesondere ein kulturpolitisches Gesamtkonzept, insbesondere auch im Bereich des Tourismus und der Städtepartnerschaft mit Israel bei der Stadt Stade. Ein solches sollte umgehend in einem offenen Prozess entwickelt werden. Das Thema des Gedenkens an die deutschen Diktaturen ist kein Wahlkampfthema und sollte nicht den Parteien, Politikern und Verwaltung überlassen werden. Bürgerengagement ist gefordert.


Das Liberale Kulturforum e.V. wird daher ab dem Herbst 2009 historische Stadtführungen zu den Orten der nationalsozialistischen Verbrechen in Stade anbieten. Hierbei werden dann auch die Stelen am Sande und gegenüber der Wilhadikirche und die Stolpersteine in den Stadtrundgang miteinbezogen werden. Dieses Projekt wird den Namen „ Passio der Freiheit“ tragen. Dieses Projekt soll sich nicht nur an Touristen und interessierte Stader Bürger richten, sondern soll auch ein Angebot an die Stader Schulen sein.


Darüber hinaus werden wir im Rahmen dieses Projektes Diskussions-Veranstaltungen über den Umgang mit den deutschen Diktaturen organisieren.


 


 




 

 

 


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